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Elvira und Rudi Heitkamp

...und wie wir auf den Hund kamen

Hunde waren schon immer um mich herum. Mein erster Hund, den ich nach vielen Drängeln und Nerven meiner Mutter bekommen habe, war eine kleine Zwergdackelhündin. Später, als ich dann von zu Hause ausgezogen war, folgte recht bald mein zweiter Hund - ein Riesenschnauzer, den mein Mann und ich aus schlechter Haltung holten und mit dem sich das Zusammenleben als recht schwierig gestaltete, da er bereits durch mehrere "Hände" gegangen, auch schon im Tierheim war und offensichtlich so einiges schon mitgemacht hatte. Aber wir haben uns dann zusammengerauft und er lebte 10 Jahre bei uns, bis wir ihn leider krankheitsbedingt mit 12 Jahren einschläfern lassen mußten.
Wir stellten sehr schnell fest - ohne Hund geht gar nicht! Unser nächster Hund war dann ein Briard-Rüde mit 1000 Volt. Da es sich - und das sollte man wissen, wenn man sich für diese Rasse entscheidet - um einen Arbeitshund handelt, habe ich viel mit ihm unternommen. Wir haben mehrfach (weil es uns beiden so viel Spaß gemacht hat ) die Begleithundprüfung abgelegt, die Schutzhundprüfung 2 und die Wachhundprüfung haben wir auch " mit links" absolviert. Leider mußten wir ihn dann - doch immerhin 13-jährig - krankheitsbedingt von seinen Leiden erlösen, was uns sehr sehr schwer gefallen ist. Unsere Hunde sind unsere Familienmitglieder und das wird sich auch niemals ändern.
Aber wie gesagt, ohne Hund geht gar nicht. Was für eine Rasse sollte unser nächstes Familienmitglied sein? Gross sollte er sein, kein Kläffer und gutmütig zu jedermann/frau sollte er sein. Da kam eigentlich nur ein Irish Wolfhound in Frage und so kam unsere Jette mit 8 Wochen zu uns. Aus Spass sind wir dann irgendwann in unserer Nähe auf eine Ausstellung mit ihr gegangen, wo sie Sieger der Jüngstenklasse wurde und wir waren stolz wie Oscar - keine Ahnung von nichts, aber Sieger! So folgten dann diverse Ausstellungen und sie wurde Deutschland-, Europa- und Weltsieger, nationaler Champion und internationaler Champion.
Zwei Jahre später folgte unser zweiter Irish Wolfhound: Leonardo genannt Leo. Mit ihm wollten wir eigentlich unsere Zucht aufbauen, aber leider hat er den einen oder anderen kleinen Schönheitsfehler, so dass er zur Zucht nicht zugelassen ist. Trotzdem wir liebten ihn genauso, besonders weil er einen so unglaublich liebenswerten Charakter hat. Leider ist er fünfjährig an einem geplatzten Lebertumor gestorben. Inzwischen haben wir mehrere Irish Wolfhound Zuchthündinnen und einen imposanten Deckrüden: Best Barko vom Grossen Moor. Unsere Zuchtziele sind, Gesundheit, Wesen und Schönheit, wobei letzteres nicht unerheblich im Auge des Betrachters liegt. Unsere Prioritäten in Bezug auf das Äussere liegen darin, ein gutes Mittelmaß zu finden, weder zu klein noch zu riesig, da dies eindeutig der Gesundheit des IW's schadet.
Unsere Welpen werden mit viel Liebe und Sorgfalt aufgezogen und bestmöglich auf das Leben in den neuen Familien vorbereitet. Doch auch wir stellen an unsere Welpenkäufer einige Anforderungen. So geben wir unsere Welpen nur an Leute ab, die sich vorher mit der Hundehaltung und dem Irish Wolfhound auseinander gesetzt haben, denn die Haltung eines IW's erfordert schon ein paar Besonderheiten und vor allen Dingen Platz. Das heißt nicht, dass sie schon über massenweise praktische Hundeerfahrung verfügen müssen, aber sie sollten sich im Klaren darüber sein, was ein Hund in der Familie für die nächsten 8 bis 10 Jahre bedeutet und auch bereit
sein, ihre eigenen Interessen zum Wohle des Hundes zurückzustellen. Wir geben keine Welpen in Zwingerhaltung ab.